Rolf Miller – VVK läuft

Datum: 06.10.2019

Uhrzeit: 18:00 Uhr

OBACHT MILLER“ – Se return of se normal one

Hier der ausländerfeindliche Syrer, da der vegane Jäger, dort Achim, Jürgen und Rolf, wie
immer zu viert im Sixpack, all inclusive. Alles scheint wie immer, und bleibt genauso
anders. Die Zeiten ändern sich, Miller bleibt – trocken wie eh und je, in seiner
unnachahmlichen Selbstgefälligkeit. „Me, myself and I“ – wo ist das Problem, ich bin mir
genug – aber damit reicht es jetzt endlich noch lange nicht:

OBACHT MILLER – das neue Programm von Rolf Miller.
Das Halbsatz-Phänomen zeigt uns erneut, dass wir nicht alles glauben dürfen, was wir
denken…. „Ball flach halten, kein Problem…ganz ruhig“, „alles schlimmer äh… wie sich‘s
anhört…“ wie immer weiß Miller nicht, was er sagt, und meint es genauso, denn wenn
gesicherte Ahnungen in spritzwasserdichte Tatsachen münden, wer erliegt da nicht Millers
Charme. Eben. Und das Ganze auch noch besser wie in echt, als ob Gerhard Polt im Audi
A6 neben ihm sitzt.
Rolf Millers Figur kann einfach nicht anders: garantiert oft erreicht und nie kopiert. Und
bleibt dabei einzigartig wie sie ist, versprochen. – Keine Sorge. Er verspricht uns ein Chaos
der verqueren Pointen, mal ums Eck, mal gerade, mit und ohne Dings, lehnen Sie sich
einfach zurück, entspannen Sie in ihrem Kampfanzug, und atmen Sie locker aus der Hose –
in die Tüte.

Und der Satiriker lässt wie immer nichts aus: die Notwendigkeit eines Atomkrieges,
das unerlässliche Selfie beim Autobahngaffen, „äh, jaaaa, wieso denn nicht?“ – oder
Jogis Jungs nach der Putin-WM. Und natürlich wie immer die „fleischfressende
‚Freisprechanlage“ (so nennt Achim vorsichtig Millers Ex). Sie: „Und was ist wenn ich
morgen sterbe?“ Er: „Freitag.“ Dabei fährt er weiter Cabrio durch die Welt, überzeugt
im Diesel, denn Diesel ist Lebensgefühl.
Trefflicher als ein Fan auf Facebook: „Was für ein sinnfreies Gestammel, krank, genial“
kann man es nicht formulieren. Millers Humor geht nach wie vor von hinten durch die
Brust, nach dem Prinzip des großen Philosophen Bobby Robbson: „Wir haben den Gegner
nicht unterschätzt, wie haben nur nicht geglaubt, dass er so gut ist.“
Mit „OBACHT MILLER“ gelingt es Miller im vierten Programm seiner namenlosen Figur
einen endlich einen Namen zu geben. Sie haben dafür freie Auswahl, denn Sie kennen
garantiert in ihrem Umfeld einen solchen Freelancer der Ignoranz, und da hilft dann halt
wieder nur ein ironisches: eiwanfrei.

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